{"id":1594,"date":"2016-10-07T10:14:54","date_gmt":"2016-10-07T08:14:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.vfdb.org\/aktuell\/?p=1594"},"modified":"2016-10-07T10:17:26","modified_gmt":"2016-10-07T08:17:26","slug":"eme-wochenende-astropeiler-stockert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.vfdb.org\/aktuell\/eme-wochenende-astropeiler-stockert\/","title":{"rendered":"EME Wochenende Astropeiler Stockert"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende den 24. und 25. September 2016 beteiligten wir, das ist Z12 Ortsverband K\u00f6ln, am EME Contest auf 10 GHz am Astropeiler Stockert.<\/p>\n<p>An diesem Wochenende war zu einem weltweiten EME Contest aufgerufen worden. Die benutzte Station besteht aus dem 10m Sonnenspiegel, einer Wanderfeldr\u00f6hre-R\u00f6hre ( Travelling Wave Tube, Abk\u00fcrzung TWT) mit 75 Watt Ausgangsleistung und einem Konverter f\u00fcr die ZF-Frequenz von 144 MHz. Der Spiegel hat einen Gewinn von 56 dB.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt die Steuerung, um den Spiegel dem Mond nachlaufen zu lassen. Mit Hilfe eines Berechnungsprogramms wird der Dopplereffekt berechnet und angezeigt. Unter dem Doppler-Effekt ist die zeitliche Stauchung bzw. Dehnung eines Signals bei Ver\u00e4nderungen des Abstands zwischen Sender\/Empf\u00e4nger und dem Mond zu verstehen. Je nach Mondstellung betr\u00e4gt der Frequenzunterschied bis zu \u00b1 23 kHz (bei 10GHz). Bei konstanter Sendefrequenz ist im Osten die Empfangsfrequenz h\u00f6her, im S\u00fcden ist RX gleich TX und ist der Mond im Westen ist die Empfangsfrequenz tiefer.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zum eigentlichen Betrieb wurden drei Funkger\u00e4te benutzt, welche alle auf 144 MHz arbeiten:<br \/>\na) Der Steuersender um die TWT anzusteuern, nach einer Frequenzmischung auf 10 GHz<br \/>\nb) Ein Empf\u00e4nger zum H\u00f6ren der Signale<br \/>\nc) Ein zweiter Empf\u00e4nger der auf dem Rechnerbildschirm einen Wasserfall der Signale anzeigt.<\/p>\n<p>Im praktischen Betrieb erwies sich die Wasserfallanzeige als unverzichtbar. Gearbeitet wurde in CW. Die geh\u00f6rten Signale sind \u00fcberwiegend als Rauschanhebungen zu h\u00f6ren und weit weg von den bekannten CW-Morsesignalen.<br \/>\nDie Signale wurden \u00fcberwiegend in der Wasserfallanzeige erkannt und dann bei der Frequenz gesucht. Bei einem \u201a\u00fcber die B\u00e4nder drehen\u2018 Modus w\u00e4ren vermutlich einige Stationen nicht entdeckt worden.<br \/>\nKonnte ein Signal dann geh\u00f6rt und das Rufzeichen gelesen werden, so galt es dann den Sender auf die Doppler-QRG einzustellen. Danach wird klassisch \u201aeingepfiffen\u2018, also kurz ein Tr\u00e4ger gesetzt, der idealerweise nach 2,5 Sekunden vom Mond reflektiert wieder zur\u00fcckkommt und geh\u00f6rt wird. Eine Feinabstimmung zwischen dem Empf\u00e4nger, dem Sender und der geh\u00f6rten Station ist dann noch erforderlich.<\/p>\n<p>Als Crew waren Elke DK1FE, Horst DK2KA und Rainer DF8ME am Start. Horst k\u00fcmmerte sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig um das reibungslose Funktionieren der Technik, wie Eingangs beschrieben. Das Erkennen der anrufenden Stationen konnte bei einzelnen Verbindungen nur zu dritt erm\u00f6glicht werden. \u00dcbrigens: Die CW Geschwindigkeit ist nur 30-50 BPM. Also auch CW-Anf\u00e4nger k\u00f6nnen EME machen.<br \/>\nDie maximale CW-Geschwindigkeit wird begrenzt durch den Monddurchmesser. Da der Mond keine Scheibe ist sondern eine Kugel ist ergeben sich Reflektion Punkte mit unterschiedlichen Laufzeiten. Die reflektierten Morsezeichen sind l\u00e4nger. Angenommen die gesendete Punktl\u00e4nge ist 100ms dann ist das Echo 111ms lang. Die Zeichen werden l\u00e4nger und die Zeichenabst\u00e4nde werden k\u00fcrzer um die besagten 11ms.<br \/>\nDie anderen Stationen haben nur Spiegel von 1-3 m Durchmesser, sodass wir eher gute Reporte bekommen haben. Von uns aber nur S1 bis S2 gegeben werden konnte.<\/p>\n<p>Bei den letzten Kontesten wurden von den Besten ca. 30 QSO\u2019s geloggt. Unser Log verzeichnete diesesmal 13 Verbindungen, aber aus 12 verschiedenen L\u00e4ndern. F\u00fcr einen Contest der 2 Tage geht, ist das \u201agem\u00fctlich\u2018.<\/p>\n<p>Bedanken m\u00f6chten wir uns auch bei der Technik-Crew vom Stockert, welche einen Fehler am Synchronmotor zur Steuerung des Spiegels finden und beheben konnte.<\/p>\n<p>Parallel veranstaltete der G23 einen Fieldday auf dem Stockert und hielt auch ein Seminar \u00fcber soziale Netzwerke in Verbindung mit Amateurfunk ab.<\/p>\n<p>Beim n\u00e4chsten EME Kontest sind wir wieder dabei.<\/p>\n<p>73 de rainer\u00a0 df8me\u00a0 z12<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende den 24. und 25. September 2016 beteiligten wir, das ist Z12 Ortsverband K\u00f6ln, am EME Contest auf 10 GHz am Astropeiler Stockert. An diesem Wochenende war zu einem weltweiten EME Contest aufgerufen worden. 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