Am 16./17. Februar 2021 jährte sich die sogenannte  „Hamburger Sturmflut 1962“ zum 59. Mal. Damals halfen Funkamateure dabei, die Kommunikationswege aufrecht zu erhalten. Hier waren auch Clubstationen aus dem VFDB-Bezirksverband Hamburg beteiligt, dies waren DL0HH, DL0HB und DL0HM. Innerhalb von 29 Stunden wurden mehr als 400 QSOs auf 80 m abgewickelt. Daran erinnert Thomas, DB6QN, Notfunkreferent im VFDB-Ortsverband Coesfeld (Z60) in einem Beitrag auf Facebook.

Weiter berichtet Thomas, dass neben den Funkamateuren Horst Schröder, DJ1UB, Friedrich Steenhusen DJ1FK, Karl Block, DJ3FL und Heinrich Peters, DL3SJ auch viele weitere Helfer die BOS-Kräfte unterstützt hatten. Die Leitstelle befand sich seinerzeit in der 9. Etage des City-Hochhauses in der Nähe des Hamburger Hauptbahnhofes. Es wird davon ausgegangen, dass dies der erste größere Notfunkeinsatz dieses Umfangs in der Amateurfunkgeschichte Deutschlands war. Eine umfangreiche Präsentation mit vielen zeitgenössischen Presseberichten gibt es im Archiv des DARC-Distriktes Hamburg – hier zum Download (Powerpoint, ca. 16 MB).

Zeitzeuge Gerhard Hoyer, DJ1GE, kann sich noch heute sehr gut an seine Teilnahme an den Notfunkaktivitäten der Clubstation des VFDB-Ortsverbandes Hamburg (Z07), DL0HM, erinnern, wie er unserer Redaktion dieser Tage berichtete. In einem Interview des NDR-Fernsehens gibt Gerhard Einblicke in die dramatischen Tage und Nächte im Februar 1962 und beschreibt, wie Funkamateure die Verbindungen zwischen den Ortsämtern in der Hansestadt aufrechterhielten. Der Beitrag ist als Online-Video verfügbar (ca. 2 Minuten).

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